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Die Bedeutung des Internets
Im Hinblick auf Bewerbungen hat das Internet viele Vorteile und erleichtert uns den Bewerbungsprozess enorm. Ohne das World Wide Web ist man im heutigen Zeitalter schlicht und einfach aufgeschmissen. Wir können virtuelle Stellenanzeigen durchforsten und auf den Unternehmenswebseiten nach wichtigen Informationen suchen. Wir können unsere Unterlagen bequem per Mail verschicken oder uns über firmeninterne Recruitingportale direkt bewerben. Wir können sogar Informationen über potentielle Arbeitgeber erhalten, die uns normalerweise nicht zugänglich wären. Zum Beispiel darüber welches Images das Unternehmen hat, wie der zukünftige Chef von anderen Mitarbeitern bewertet wird und wie das Arbeitsklima ist. Gerade bei größeren Unternehmen kann man Glück haben und einige dieser Informationen im Netz finden. Das Internet erspart uns also viel Zeit, Mühe und Geld.
Wir hinterlassen Spuren
Es hat allerdings auch seine Schattenseiten. Diese werden von Bewerbern aber häufig nicht erkannt. Wir vergnügen uns auf Studivz, Facebook oder Myspace, schreiben unseren Alltag in Blogs nieder und kommentieren die Beiträge anderer. Und hinterlassen dabei, meist unbewusst, unseren digitalen Fingerabdruck. Es ist längst keine Neuigkeit mehr, dass Arbeitgeber Bewerber, bevor sie sie zum Gespräch einladen, erst einmal googlen oder die Profile bei sozialen Netzwerken neugierig beäugen. Die Studie „Web 2.0 im Personalmarketing“ von der Fachhochschule Wiesbaden ergab, dass 64 Prozent der befragten Unternehmen schon einmal nach Informationen über Bewerber im Internet gesucht haben.
Ein Beispiel
Susanne ist aktive Studivz-Benutzerin. Ihr Profil ist für jedermann frei zugänglich. Regelmäßig stellt sie neue Fotos von Partys, Urlauben oder ihrem Alltag ein. Wer etwas über Susanne erfahren möchte, braucht bloß ihr Profil öffnen. Hier hat sie sämtliche persönliche Informationen angegeben. Lieblingsmusik, Beruf, Interessen... Scrollt man ein Stück weiter runter kommt man zu ihren Gruppen, die sehr aussagekräftig sind. "Blond, blauäugig und wunderschön", "Wenn man sitzt steht man weniger dumm rum", "Bekloppt und stolz drauf" reihen sich da genau so ein wie "Unfreundlich? Ich nenne das ehrlich und direkt!" Für Arbeitgeber nicht gerade die Argumente, die für einen Bewerber sprechen. Doch dabei bleibt es nicht. Susanne ist feierwütig und hat kein Problem damit dies auch offen im Netz zu zeigen. Tanzend, trinkend, posierend, Zunge rausstreckend, rauchend und betrunken präsentiert sie sich in ihren Fotoalben. Aber auch Bikini tragend im Sommerurlaub bekommt man sie zu sehen und vor dem Spiegel posierend, während sie lasziv in die Kamera lächelt und selbst auf den Auslöser drückt. Susanne sei gesagt: So klappt das nicht mit der Bewerbung!
Soziale Netzwerke optimal nutzen
Natürlich ist gegen soziale Netzwerke nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil! Viele Unternehmen nutzen sie sogar um Personal zu rekrutieren. Jeder User sollte jedoch darauf achten, welchen Content er liefert. Was gibt er von sich preis? Was darf jeder sehen, was sollte man lieber nur für gute Freude sichtbar machen?
Auch das Profilfoto sollte man mit Bedacht wählen. Schließlich sieht das tatsächlich jeder, auch wenn die Profilseite an sich für nicht befreundete User gesperrt ist. Also bitte kein Bild mit Bierflasche in der Hand hochladen, das könnte einen falschen Eindruck erwecken.
Sei dir der Möglichkeit bewusst, dass ein Personalchef dein Profil in einem sozialen Netzwerk anschaut oder deinen Namen bei Google eingibt. Überarbeite mit diesem Gedanken im Kopf deine Spuren im Netz. So vermeidest du den völlig unnötigen und vermeidbaren Fall aufgrund deiner Online-Aktivitäten durchs Bewerbungsraster zu fallen.
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