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Automobilindustrie
Das Automobil - Des Deutschen liebstes Kind
Als des Deutschen liebstes Kind gilt bekanntlich das Auto. Es wird gehegt, gepflegt und meist mehr behütet als der eigene Nachwuchs. Aber auch der berufliche Weg in die Fabrikationsstätten dieses heiß geliebten Objekts ist dem Deutschen nicht minder eine Freude. Wer würde nicht gerne für die Traumwerkstätten Daimler, Porsche, BMW, Audi und so weiter arbeiten?
Die beruflichen Tätigkeiten per se unterscheiden sich ja nicht zwangsläufig von Unternehmen zu Unternehmen. Da wird die Identifikation mit dem Produkt und dem Unternehmen zu einer feinen Sache, um dem Job das nötige „Etwas“ abzugewinnen. Controller bei Daimler ist dann mitunter spannender als Controller bei der Firma XY. Dies kann enorm förderlich für den Arbeitseinsatz und die Produktivität des Arbeitsnehmers sein und stiftet dem Angestellten im Allgemeinen emotionalen und moralischen Mehrwert.
Doch wie sieht denn das berufliche Umfeld des geliebten mobilen Gefährten aus?
Der Automobilsektor ist eine der am internationalsten ausgerichteten Branchen überhaupt. Von der Produktion über Marketing und Vertrieb bis hin zur Forschung und Entwicklung ist in dieser Branche alles weltweit miteinander vernetzt. Einige wenige Hersteller dominieren den Sektor. Sie haben Niederlassungen in ökonomisch fortgeschrittenen und in Entwicklungs- bzw. Schwellenländern, wobei in letzteren vor allem die Zulieferer der Einzelteile produzieren.
Für die Branche bedeutet dies, dass aufgrund ihrer transnationalen Struktur geschäftsstrategische Entscheidungen nicht national sondern international getroffen werden. Dies macht sich auch daran bemerkbar, dass die Unternehmenssprachen offiziell deutsch und englisch sind. Die Zulieferer stellen mittlerweile 40% der Arbeitsplätze und rund 60% des Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet. Innerhalb der deutschen Volkswirtschaft hat die Automobilbranche eine Schlüsselposition, weshalb sie während guter Konjunkturphasen Einstiegsmöglichkeiten für Absolventen mehrerer Studienrichtungen bietet. Im Jahr 2008 waren hier geschätzte 756.500 Menschen beschäftigt. Allerdings ist die Branche und mit ihr viele andere vernetzte auch sehr von der konjunkturellen Situation abhängig.
Dein Weg von der Uni in die Geburtsstätten des Automobils
Der Automobilsektor bietet vor allem traditionell Ingenieuren bzw. allgemein Absolventen technischer Studiengänge gute Einstiegsmöglichkeiten und Aussichten auf Positionen in der Unternehmensführung. Informatiker und Absolventen mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund werden für Bereiche wie Informationsverarbeitung, Logistik, Controlling, Einkauf, Vertrieb und Marketing eingesetzt.
Vorausgesetzt wird bei allen Bewerbern fließendes Englisch. Auslandserfahrungen und weitere Fremdsprachen sind positive Zusatzqualifikationen. Für Absolventen der Wirtschaftswissenschaften ist technisches Zusatzwissen ein Bonus, wohingegen bei Ingenieuren äquivalent ein wirtschaftswissenschaftliches Verständnis hilfreich für den Karrierestart ist, denn im Einkauf beispielsweise muss nicht nur verhandelt sondern auch die Qualität der Ware beurteilt werden. Daher werden mittlerweile bevorzugt auch Wirtschaftsingenieure in den traditionellen Bereichen der BWL eingesetzt.
Dringend empfohlen werden zielgerichtete Praktika in Unternehmen der Branche, um den Weg in die Automobilbranche zu ebnen, da dies ein aktives Engagement im Sektor demonstriert. Weiterhin werden gute Team- und Kommunikationsfähigkeit, ein eigenverantwortlicher Arbeitsstil und die Identifikation mit den Produkten erwartet. Ein internationaler Studiengang mit längerem Auslandsaufenthalt ist in dieser Branche aufgrund der transnationalen Vernetzung ebenso gerne gesehen.
Von allen Bewerbern erfordert die internationale Vernetzung ein breites Verständnis der Zusammenhänge der globalen Industrie und ein Verständnis davon, wie die Wettbewerbsfähigkeit und die Performance verbessert werden können.
Weiteres rund um die Karriere in der Automobilbranche ...
... – vom Studium über Praktika bis zum Einstieg und zahlreiche Unternehmensprofile – findet man beim Karriereführer Automobile und auf der folgenden umfassenden Seite zur Automobil-Industrie.
Allgemeines bieten die Seiten folgender Verbände:
Herstellergebundene Banken und Leasinggesellschaften
Europäischer Kfz-Zuliefererverband Brüssel
Verband der deutschen Automobilindustrie
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