HomeOffice – My Home is my Castle! (3)

Genussvoll zuhause arbeiten?Ist es nicht egal, wann und wie ich die Arbeit erledige?!

Kommt es nicht darauf an, dass sie zum vorgegebenen Stichtag beim Chef auf dem Schreibtisch liegt? Bestimmt bin ich in der mir vertrauten Umgebung im legeren Umfeld meines Jogginganzugs entspannter und produktiver, als wenn ich adrett gebügelt und schön brav der „modernen Sklaverei” gemäß auf meinem Platz sitzen muss, wo mich jederzeit mein Chef und die werten Kollegen in Augenschein nehmen können und ich mich beobachtet und unter Druck fühle. Und wenn ich um 8 Uhr da sein muss, mein Kopf aber erst ab 16Uhr für derartige Tätigkeiten verfügbar ist und ich ab dieser Uhrzeit tollste Ergebnisse abliefern würde, wäre es dann nicht besser ich hätte ein Homeoffice und mache die Sache, wenn mich der Arbeitssinn packt und mir die Gedanken nur so von alleine durch den Kopf schießen?

Oder kommt dieser Moment zu Hause nicht, wenn mich die Gemütlichkeit übermannt und der Kaffee in der Sonne gerade ein ganz besonderer Genuss ist, mit dem die Aufgabenstellungen meines Chefs nicht mithalten können? Und was, wenn ich die Arbeit immer zuhause liegen habe? Kommt dann eigentlich noch ein Gefühl von Feierabend auf? Muss ich nicht ständig angesichts der Papierstapel ein schlechtes Gewissen haben, dass ich nicht daran arbeite? Wenn zuhause und Büro nicht getrennt sind kann ich die beiden Bereiche vielleicht auch mental nicht mehr trennen. Und eine schöne Mittagspause mit netten Kollegen wird es dann auch nicht mehr geben.

Mir schwant, es hat irgendwas mit Hierarchie zu tun!

Angesichts der Arbeitsatmosphäre eines durchschnittlichen Büros kommt einem vielleicht bei Zeiten mal der Gedanke: warum darf der Chef, nur weil er ein solcher ist, im eigenen Büro freischaffend produktiv sein, während wir als eigentlich ebenso freie Menschen und gleichsam mündige Angestellte am Fließband “gehalten” werden? Sind wir weniger wert weil wir weniger verdienen? Vielleicht weil wir “weniger leisten”. Aber trägt nicht jeder, egal, was er auf welchem Niveau tut, irgendwie zum  Funktionieren der Gesellschaft bei? Wir alle wären doch sicher durch mehr gewährte Freiheit und entgegengebrachtes Vertrauen in unsere Fähigkeiten mit mehr Begeisterung und Produktivität dabei. Mit freier Zeiteinteilung können wir uns wenigstens zu Hause das Gefühl suggerieren, unser eigener Herr zu sein. Und ist man als solcher nicht stärker, dynamischer, ruhiger, mutiger, ausgeglichener und besser als ein wie unmündig „gehaltener Arbeitssklave”?! Wer hat eigentlich je gesagt, dass das Leben und der Arbeitsprozess ein leichter sei. Man muss sich mit gewissen Dingen im Leben arrangieren.

Hier geht’s weiter zu Teil 4.

Teil 1 und Teil 2 kannst du hier lesen.

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Eine Antwort zu “HomeOffice – My Home is my Castle! (3)”

  1. HomeOffice - My Home is my Castle! 2 | ecareer.de  on Mai 27th, 2009

    [...] geht’s weiter zu Teil 3. Tags » Autor: admin Datum: Sonntag, 3. Mai 2009 11:33 Trackback: Trackback-URL [...]

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