Speditionskaufmann & Speditionskauffrau

Berufsbild und Aufgaben:
Im internationalen, globalen Handel werden täglich Millionen Tonnen verderblicher und beständiger Materialien und Güter von A nach B transportiert. Dazu benötigt man Speditionskaufleute, die seit 2004 die Berufsbezeichnung Kaufmann oder Kauffrau für Spedition und Logistik haben. Voraussetzungen für einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf sind Spaß am Umgang mit Menschen, Interesse an Transport-und Verkehrswesen, gute Noten in Deutsch, Mathematik und Englisch, höfliche Umgangsformen und sicheres Auftreten im Kundenkontakt. Realschulabschluß oder Abitur erhöhen die Chancen in diesem Beruf, sind aber nicht zwingend notwendig.
Aufgaben eines Speditionskaufmanns/-Frau sind das Bereitstellen und der Einkauf von Transportbehältern und geeignetem Frachtraum, die Beratung und das Vermitteln von Versicherungen der Güter, die Organisation des Güterversandes, dessen Lagerung auf Umschlagplätzen und das Regeln eines schnellen und preiswerten Weges zum Zielort. Verwaltungswesen und Buchhaltung gehören ebenso zum Wissen.
Die Arbeit findet hauptsächlich am Bildschirm im Büro der Speditionen statt, manchmal auch im Außendienst in Lagerhallen, vor Ort bei Kunden, oder in Häfen und auf Rampen. Die Arbeitszeit ist oft unregelmäßig und in einigen Betrieben ist Nacht-und Schichtarbeit angesagt.

Gehalt und Lohn:
Das Einkommen der Speditionskaufleute variiert sehr stark und ist abhängig vom Alter, der Qualifikation und dem jeweiligen Betrieb und Bundesland. Neben einem Grundgehalt werden oft noch Zulagen, Urlaubsgeld und Sonderleistungen gezahlt. Der durchschnittliche Verdienst liegt bundesweit bei circa 2438 Euro brutto.

Ausbildung und Weiterbildung:
Die 3-Jährige staatlich anerkannte Ausbildung mit Zwischen-und Abschlussprüfung findet in einem Betrieb mit Besuch der Berufsschule statt. Übrigens kann man später mit dieser Ausbildung auch in jedem anderen, kaufmännischen Job arbeiten.
Hat man nach einigen Jahren in diesem Beruf den Wunsch, eine Weiterbildung zu absolvieren gibt es die Möglichkeit, sich in aufbauenden Lehrgängen, Kursen oder Seminaren zu spezialisieren, z.B. in Lager- und Transporttechnik, Verkauf und Marketing für Speditionen oder Logistik-Management. Das kann  auch im Zuge einer Umschulung, der ein Praktikum in einem entsprechenden Betrieb vorausgeht, geschehen. Nach mehrjähriger Berufserfahrung besteht außerdem die Möglichkeit der Fort-und Weiterbildung auch berufsbegleitend zum Ausbilder/-in  von Azubis, Fachkaufmann/-Frau für Marketing und Außenwirtschaft oder Verkehrsfachwirt/-in Spedition. Möglich ist auch das Studium an einer Fachoberschule (FH) zum Dipl. Wirtschaftsingenieur/-in für Transportwesen und Logistik.

Stellenangebote:
Möchte man sich verändern oder nach der Ausbildung in einem anderen Umfeld oder Betrieb arbeiten ist die Jobsuche ganz leicht. Im Internet findet man viele geeignete Stellenangebote für Spedition und Logistik bundes- und weltweit
Hat man Probleme mit der Bewerbung für einen neuen Job, gibt es auch einige umfangreiche Seiten mit einer Bewerbungsvorlage zum herunterladen.


Durchschnitts Bruttolohn Speditionskaufmann




weitere interessante Berufe