Pharmazeutisch kaufmännischer Angesteller & Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte

Berufsbild und Aufgaben:
Die Aufgaben des/der Pharmazeutischen Angestellten (kurz: PKA) sind facettenreich. Neben der Pflege des Arzneibestands sind sie berechtigt, frei verkäufliche Pharmaprodukte zu verkaufen, fertigen Büro- und Verwaltungsarbeiten an, sortieren Medikamente und registrieren deren Verfallsdaten in dafür vorgesehene Computerprogramme. Des Weiteren gehört das Buchen, die Preiskalkulation und das Abgleichen der Rechnungen zu den Arbeitsgängen des/der PKA. Das dekorieren des Schaufensters fällt ebenso in das Aufgabengebiet. Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte sind nicht berechtigt verschreibungspflichtige Medikamente zu verkaufen. Diese Tätigkeit steht allein dem/der Apotheker/in und dem/der pharmazeutisch technischen Angestellten zu. Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte informieren die Kundschaft über apothekenübliche Ware (u. A. Kosmetika, Diätmittel, Verbandsmaterial). Ausschließlich diesen Teil des Sortiments einer Apotheke darf von ihnen verkauft werden. Im Berufsbild des/der pharmazeutisch kaufmännischen Angestellten sind sowohl Merkfähigkeit, Handgeschick, als auch rechnerisches Denkvermögen relevant. Das Interesse an verwaltender, kaufmännischer und sozialer Betätigung sollte unbedingt gegeben sein.

Gehalt und Lohn:
Der Verdienst als PKA ist in der Regel von den Anforderungen des Arbeitgebers und des Arbeitsortes abhängig. Die Berufserfahrung spielt diesbezüglich eine große Rolle. So liegt das Gehalt bei zweijähriger Berufserfahrung im Schnitt bei 1.497 Euro, bei zehnjähriger Praxiserfahrung dagegen bei durchschnittlich 1.722 Euro. Urlaubsgeld und weitere Sonderauszahlungen werden vom Arbeitgeber üblicherweise ausbezahlt. Der Lohn liegt in den Bundesländern Hamburg und Nordrhein-Westfalen am höchsten. Hier befindet sich die Höhe des monatlichen Nettoeinkommens zwischen 1.888- und 1.985 Euro.

Ausbildung und Weiterbildung:
Pharmazeutisch kaufmännischer Angestellter bzw. Pharmazeutisch kaufmännische Angestellte ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Die Dauer der Ausbildung beläuft sich auf drei Jahre. In dieser Zeit werden sowohl schulische, als auch praxisbezogene Erfahrungen gesammelt. Mathematik, Chemie und Deutsch gelten als wesentliche Schulfächer. EDV-Kenntnisse werden ebenso ausgeprägt geschult. Ein abgeleistetes Praktikum erhöht die Chance, einen Ausbildungsplatz zu erlangen. Praktika werden vorwiegend in Apotheken oder Krankenhäusern abgeleistet. Die Bewerbung sollte übersichtlich gestaltet sein und der tabellarische Lebenslauf, sowie die letzten zwei Schulzeugnisse sollten darin nicht fehlen. Das Mitführen einer zweiten Bewerbungsvorlage zum Vorstellungsgespräch ist oftmals hilfreich. Die Vergütungen für PKA-Auszubildende betragen zwischen 523 Euro im ersten- und 651 Euro im dritten Lehrjahr. Nach Abschluss der Ausbildung ist eine Umschulung als pharmazeutisch technische/r Angestellte/r, Assistent/in im Gesundheitswesen und Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel realisierbar. Es gibt zudem zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Prüfung als Handelsfachwirt/in oder Handelsbetriebswirt/in kann nun absolviert werden. Geprüfte/r Pharmareferent/in und Betriebswirt/in stellen ebenso eine beliebte Weiterbildung nach Abschluss der Ausbildung zur PKA dar.

Stellenangebote:
Stellenangebote findet man sowohl in Lokalen Zeitungen, als auch im Internet. Ebenfalls vermittelt die Agentur für Arbeit kaufmännisch orientierte Arbeits- und Ausbildungsplätze. Zudem sollte man während der Jobsuche persönliche Gespräche mit Leitern örtlicher Apotheken in Erwägung ziehen. Die Aussicht auf einen Job als pharmazeutisch kaufmännische/r Angestellte/r wird dadurch immens gesteigert.