Orthopädiemechaniker u. Bandagist

Stellenangebote:
Der Handwerksberuf erfordert eine 3½jährige Ausbildung und befähigt zur Arbeit in Sanitätshäusern mit angegliederter Werkstatt, bei Herstellern orthopädischer Hilfsmittel oder Krankenversicherungen, wie auch in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Die Arbeit mit Menschen erfordert Einfühlungsvermögen, Geduld und Höflichkeit, sowie gute Umgangsformen.
Die Aufgaben des Orthopädiemechanikers und Bandagisten werden in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt und Therapeuten durchgeführt. Sie umfassen unter anderem das maßgenaue Anfertigen von Prothesen nach einer Amputation, die Anpassung von Stützkorsetts, Einlagen für Schuhe und die Herstellung von Rollstühlen. Dazu kommen spezielle Prothesen und Orthesen, um dem Patienten sportliche Betätigung zu ermöglichen. Das Berufsbild sieht selbstständiges Arbeiten vor, von der Konzeption des Hilfsmittels bis zum endgültigen Gebrauch ist millimetergenaue Arbeit notwendig. Dazu gehören auch Gipsabdrücke am Körper und die mehrmalige Anprobe der Hilfsmittel. Außerdem ist die Wartung der Rehatechnik ein wichtiges Aufgabenfeld.

Gehalt und Lohn:
Der Lohn reicht von ca. 340 Euro im 1. Lehrjahr bis ca. 540 Euro im 4. Lehrjahr. Das Gehalt nach der Ausbildung richtet sich größtenteils nach den Anforderungen und den Weiterbildungen. Der Verdienst beginnt nach der Lehrzeit mit einer Grundvergütung und beträgt brutto zwischen 1.350 und 1.750 Euro im Monat, der Lohn kann jedoch durch zusätzliche Fortbildungen, Zulagen und Sonderzahlungen deutlich erhöht werden. Die Verdienstmöglichkeiten richten sich auch danach, ob in einem großen Technikbetrieb gearbeitet wird oder in einem mittelständigen Sanitätshaus.

Ausbildung und Weiterbildung:
Nach der Ausbildung kann sich der Orthopädiemechaniker und Bandagist mit einer Weiterbildung im Bereich Fertigung, Instandhaltung oder Rehabilitationstechnik spezialisieren. Weiterbildung ist ein wichtiges Kriterium in diesem Beruf, die fortschreitende Technik erfordert immer neue Anpassungen, das gilt auch für die Fortbildung zum Meister. Wer sich für den Beruf interessiert sollte in einem Praktikum feststellen, ob die Aufgaben den eigenen Neigungen entgegenkommen. Bei einer Bewerbung für einen Ausbildungsplatz wird ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt, vorgeschrieben ist er jedoch nicht. Im Internet findet sich mehr als eine Bewerbungsvorlage, die nach einer Anpassung an die persönlichen Verhältnisse gut geeignet ist, sich um eine Lehrstelle zu bemühen. Eine Umschulung ist ebenfalls möglich, sie dauert 24 Monate bei Vollzeitunterricht und wird von verschiedenen Berufsförderwerken angeboten.

Stellenangebote:
Nach der handwerklichen Ausbildung werden dem Orthopädiemechaniker und Bandagisten oft mehrere Stellenangebote unterbreitet. Die Jobsuche gestaltet sich relativ einfach, weil dieser Beruf in der Öffentlichkeit relativ unbekannt ist. Nicht nur die Arbeit in einem Sanitätshaus, in dem täglich neue Anforderungen warten, steht ihm nach der Lehre offen, er kann auch einen Job bei einem der großen Hersteller für Rehabilitationstechnik oder einer Krankenversicherung annehmen.