Küchenplaner & Küchenplanerin

Berufsbild und Aufgaben:
Küchen kauft man im Leben eher selten. Daher wird häufig ein Küchenplaner aufgesucht, zu dessen Berufsbild die fachgerechte Planung am Computer und eventuell vor Ort sowie die Betreuung des Kunden gehört. Er oder sie berät über technische und Designunterschiede, über Handhabung und Praxistauglichkeit. Dabei kennt der oder die Küchenplaner bzw. Küchenplanerin die Küchensysteme der Anbieter genau und hat ein Gespür für die Bedürfnisse des Kunden und dessen Lebenssituation. Zu den Aufgaben gehört neben der Planung auch das Begleiten des Kunden bis zur Installation seiner Wunschküche und darüber hinaus, in Reklamations- und Servicefragen ein offenes Ohr zu haben. Kenntnisse über Wasser- und Versorgungsanschlüsse gehören zu den Mindestanforderungen, wobei grundsätzliche Planungsregeln die Sicherheit des Kunden in seiner Küche gewährleisten müssen. Auch muss die Planung in aller Sorgfalt geschehen, weil die Einzelteile häufig im Werk zugeschnitten werden und schon bei wenigen Zentimetern Planungsdifferenz nicht mehr in die Räumlichkeit eingepasst werden können.

Gehalt und Lohn:
Beim Kauf einer Küche geht es um große Summen, wobei der Abschluss eines Kaufvertrages mit viel Verantwortung einhergeht. Abhängig von Struktur und Arbeitsanfall des beschäftigenden Unternehmens schwankt das Gehalt zwischen 1.900 und 2.600 Euro brutto im Monat. Qualifikation und Arbeitserfahrung beeinflussen den Verdienst positiv. Auch dicht besiedelte Gebiete lassen ein höheres Gehalt erwarten, da hier mehr Bedarf besteht. Küchenplaner, die ihre Stelle durch Umschulung oder Weiterbildung erhalten haben, bekommen unter Umständen weniger Lohn als diejenigen, die eine fundierte Ausbildung vorweisen.

Ausbildung und Weiterbildung:
Diesen Beruf erwirbt man in der Regel nach einer abgeschlossenen Ausbildung zum Innenarchitekten. Es gibt keinen anerkannten Ausbildungsplatz zum Küchenplaner. Die Bewerbung richtet sich nach der auf Innenarchitektur ausgerichteten Ausbildung an Unternehmen, die Küchen fertigen oder vertreiben. Eine Bewerbungsvorlage hilft hierbei, eine professionelle und komplette Bewerbungsmappe vorzubereiten. Ein Praktikum vermittelt erste Einblicke in die Komplexität von Küchensystemen und die herstellerspezifischen Planungsmodule sowie die preisliche Zusammensetzung. Es kann gleichermaßen eine Einführung in die angewandte Planungssoftware am Arbeitsplatz sein. Eine stetige Weiterbildung ist sehr sinnvoll, da sich die Technik wie auch Küchentrends ständig überholen.

Stellenangebote:
Küchenplaner bzw. Küchenplanerin auf Jobsuche finden Stellenangebote in Möbelhäusern, Küchenfachmärkten oder sogar bei Küchenherstellern. Der Job ist darüber hinaus unter den anerkannten Begriffen Küchenplaner oder Küchenplanerin in gängigen Suchmaschinen ausgeschrieben.


Durchschnitts Bruttolohn Küchenplaner