Hoteldirektor & Hoteldirektorin

Berufsbild und Aufgaben:
Der Hoteldirektor bzw. die Hoteldirektorin ist die wichtigste Position im Hotelbetrieb. Die Direktion bestimmt die Philosophie, legt die Preise fest, organisiert das gesamte Management und vermarktet das Hotel in der Öffentlichkeit. Der Leiter des Betriebes ist in seinem Job überall präsent. Er begrüßt gelegentlich persönlich die Gäste, inspiziert mit der Hausdame zusammen regelmäßig die Sauberkeit der Räume, handelt mit dem Chefkoch die Menükarte aus und lässt sich beim abendlichen Dinner auch einmal im Speiseraum sehen. So ist der Hoteldirektor gleichzeitg ein Multitalent, der sein Haus vom Keller bis in den Dachboden kennen muss. Gleichzeitig muss er bei Beschäftigung für eine der großen Hotelketten auch die gegebenenfalls wechselnden Unternehmensleitlinien umgehend umsetzen. Die wichtigsten Vertrauten des Hoteldirektors bzw. der Hoteldirektorin sind die Hausdame, der Haustechniker, der Concierge, der Chefkoch und viele weitere Schlüsselpositionen. Unter die Verantwortung des Hoteldirektors fällt auch die Personalleitung.
Zur Qualifikation als Hoteldirektor ist die IHK-Ausbildung als Hotelmeister ratsam. Aufgrund der Tatsache, dass der Hoteldirektor auch das gesamte Betriebscontrolling seines Hauses übernehmen muss, ist aber ein betriebswirtschaftliches Studium oder eine vergleichbare Ausbildung bei größeren Hotelketten eine Grundvoraussetzung.
Ein regelmäßiger Feierabend ist ein Erlebnis, das ein Hoteldirektor oder eine Hoteldirektorin nur sehr selten erleben werden. Das Hotel schläft nie, die Direktion auch nicht wirklich.

Gehalt und Lohn:
Der durchschnittliche Verdienst eines Hoteldirektors bzw. einer Hoteldirektorin liegt etwa bei 50.000 Euro Brutto pro Jahr. Allerdings ist die Bandbreite gewaltig. Sie variiert logischerweise nach Größe und Übernachtungsanzahl des Hotels. Der Lohn kann sich alleine durch die Lage des Hotels erheblich verändern. Es ist nur logisch, dass einem Hotel einer rennomierten Kette am Kurfürstendamm in Berlin mehr Bedeutung zukommt als einem kleineren Hotel in einem Vorort von Kiel.

Ausbildung und Weiterbildung:
Gemessen an den zahllosen Aufgaben der Hoteldirektion stehen natürlich auch umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung. Auch die Rechtslage in der Gastronomie ändert sich schnell. In großen Hotelketten steht nicht unbedingt eine Umschulung sondern eine Qualifizierung für die Leitung eines größeren und bedeutenderen Betriebes im Fokus. So bietet sich die interne Ausschreibung und Bewerbungsvorlage innerhalb des Konzerns dem Hoteldirektor oder der Hoteldirektorin als weitere Aufstiegsmöglichkeit an.

Stellenangebote:
Der typische Werdegang von angesehenen Hoteldirektoren führt über eine Vielzahl von unterschiedlichen Anstellungen. Gerade im Hotellerie- und Gastronomiegewerbe wird eine Vielseitigkeit erwartet, die man sich nur durch das Kennenlernen unterschiedlicher Häuser und Philosophien aneignen können wird. Anstellungen in den internationalen Metropolen verbessern die Aussichten auf eine erfolgreiche Bewerbung. Diese relativ hohe Fluktuation begünstigt den Markt für Stellenangebote. Auch der Dachverband des deutschen Hotellerie- und Gastronomiegewerbes bietet regelmäßig freie Stellen an.


Durchschnitts Bruttolohn Hoteldirektor