Gas und Wasserinstallateur & Gas und Wasserinstallateurin

Berufsbild und Aufgaben:
Vor dem Beginn der eigentlichen Arbeit werden erstmal die Arbeitsabläufe vorbereitet, wie zum Beispiel die notwendigen Materialien, Werkzeuge, Maschinen, Rohre, Formstücke und Armaturen bereitzustellen. Ein Gas und Wasserinstallateur oder eine Gas und Wasserinstallateurin treffen alle Vorbereitungen in der Werkstatt oder auch auf der Baustelle. Bei den Aufgaben arbeitet man meist anhand von Übersichtsplänen, Stücklisten, Projektzeichnungen und Installationsplänen. Auch die Rohre, Bleche und Kunststoffe müssen zugeschnitten werden, teilweise maschinell oder von Hand, zum Teil müssen hierfür Schablonen oder Zeichnungen angefertigt werden. Wenn die benötigten Materialien fertig gestellt sind, werden sie durch verschiedene Techniken und Verfahren verbunden, wie zum Beispiel durch Schweizen, Löten, Kleben und Verschrauben. Auch die Oberfläschen müssen teils durch schleifen und polieren nachgearbeitet werden. Manchmal ist es notwendig Mauer-, Boden- oder Deckendurchbrüche vorzunehemen, um die Rohre verlegen zu können. Weitere Aufgaben sind, das Aufstellen und Anschliessen von Heizungsanlagen, Waschbecken oder Badewannen.

Gehalt und Lohn:
Neben dem monatlichen Verdienst gibt es teilweise auch Sonderzahlungen, wie das 13. Gehalt oder Urlaubsgeld. Das Gehalt liegt in etwa zwischen 1.000 Euro und 2.200 Euro. In der Ausbildung beträgt der Lohn, im ersten Ausbildungsjahr zwischen 300 Euro und 500 Euro, im zweiten Ausbildungsjahr zwischen 400 Euro und 500 Euro, im dritten Ausbildungsjahr zwischen 400 Euro und 600 Euro und im vierten Ausbildungsjahr auch zwischen 400 Euro und 600 Euro.

Ausbildung und Weiterbildung:
Der Beruf des Gas und Wasserinstallateur oder der Gas und Wasserinstallateurin ist nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO) ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre.
Im ersten Ausbildungsjahr lernt man wie man Arbeitsabläufe plant und vorbereitet, wie man technische Zeichnungen liesst, Skizzen und Protokolle anfertigt, was beim Prüfen und Messen alles beachtet werden muss, welche Füge-, Schweiss-, und Löttechniken es gibt und wie man Arbeitsmaterialien maschinell oder von Hand zuschneidet oder biegt.
Im zweiten Ausbildungsjahr lernt man unter anderem, was man beim Lesen von Bauzeichnungen, Montage- und Instandhaltungsplänen, sowie Betriebsanleitungen beachten muss. Aber auch wie man Bauteile und Baugruppen richtig transportiert, wie sanitäre Einrichtungen installiert werden und wie man Rohrleitungen anfertigt, montiert und demontiert.
Und im dritten und vierten Ausbildungsjahr erfahren die Azubis, wie man Bleche aus Stahl und Nichteisenmetallen schweisst, wie man elektrische Stromkreise prüft, worauf beim Einbau und Abdichten von Abgasleitungen zu achten ist, wie Gasversorgungsanlagen montiert werden, wobei es bei der Prüfung und Inbetriebnahme und Wartung von Anlagen ankommt. Der theoretische Unterricht findet in einer Berufsschule statt, wo man die Grundkenntnisse der Teschnik lernt. Am Ende der Ausbildung hat man dann die Möglichkeit eine Meisterprüfung abzulegen. Bevor man sich jedoch für einen Ausbildungsplatz bewirbt, sollte man unbedingt ein Praktikum machen, um sich ein Bild von dem Beruf zu machen. Aber auch die Bewerbungsmappe muss richtig angefertigt sein, wenn man sich nicht sicher ist, sollte man eine Bewerbungsvorlage verwenden.

Stellenangebote:
Wenn man auf Jobsuche ist und sich für einen Job als Gas und Wasserinstallateur bewirbt, ist eine gute Bewerbung wichtig. Dieser Beruf hat gute Aufstiegsmöglichkeiten. Stellenangebote findet man in Zeitungen oder auch im Internet. Es gibt auch die Möglichkeit einer Weiterbildung, was die Aufstiegsmöglichkeiten erhöht. Auch kann man eine Umschulung zum Gas- und Wasserinstallateur machen.