Einzelhandelskaufmann & Einzelhandelsfrau

Berufsbild und Aufgaben:
Der Einzelhandelskaufmann / die Einzelhandelsfrau arbeitet nicht nur praxisnah im Verkauf, dem Service und der Kundenberatung, sondern wickelt auch managementtechnisch wichtige Aspekte des Einzelhandels ab. Beispielsweise gehört zu den Aufgaben das kundengerechte Planen und Verkaufen der Waren. Desweiteren müssen die einkalkulierten und bestellten Waren auf Transportschäden oder andere Mängel kontrolliert und deren Abfertigung in den Warenbereich abgewickelt werden.
Zu den wichtigsten Aufgaben gehört die Anfertigung von Verkaufs- und Lagerstatistiken, um Warenmängel und unnötige Lagerkosten zu vermeiden. Man sorgt für ein rundes Warenangebot und stellt sicher, dass der Kunde ein übersichtliches und vollständiges Warensortiment wahrnehmen kann. Sitzt der Einzelhandelskaufmann/ die Einzelhandelsfrau nicht an der Planung und Organisation, so ist er an der Kasse, der Ausstellung von Quittungen oder dem dekorieren der Waren- und Verkaufsräume behilflich. Im Ganzen betrachtet, ist das Berufsbild flexibel, flächenabdeckend und lässt Raum für die persönliche Entwicklung und Entfaltung.

Gehalt und Lohn:
Da das Gehalt eines Einzelhandelskaufmanns/ der Einzelhandelsfrau von mehreren Faktoren wie Standort, Zusatzqualifikationen, die Art der Ausbildung, Weiterbildungen im Praktikum o.ä. abhängig ist, kann pauschal keine Zahl festgelegt werden. Der Verdienst liegt in Deutschland zwischen 1.600 und 4.500 Euro Brutto. Der Lohn lässt sich durch Zusatzqualifikationen wie Weiterbildungen, Praktika und Fremsprachenerwerb steigern. Außerdem zeigt sich unter Berücksichtigung der lokalen Umstände, dass der Verdienst von Nord- und besonders Ostdeutschland nach Süddeutschland stetig steigt. Vom Ausbildungsplatz in den alten Bundesländern wird man während der Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr mit 590 Euro, im zweiten mit 661 Euro und im dritten Ausbildungsjahr mit 758 Euro entlohnt. In den neuen Bundesländern im ersten mit 530 Euro, im zweiten mit 594 Euro und im dritten Ausbildungsjahr mit 683 Euro entlohnt.

Ausbildung und Weiterbildung:
Mit der erfolgreichen Beendigung der Ausbildung muss das Ende der Bildungsschiene nicht erreicht sein. Weiterbildungen sind nicht nur interessant um sich auf ein bestimmtes Teilgebiet des Einzelhandels zu spezialisieren, sondern ermöglicht auch eine persönliche und individuelle Weiterentwicklung und Reifung in dem Beruf. Praktika dienen dabei zum Sammeln von Erfahrungen, Entdeckung neuer Ideen oder auch zum Aneignen altbewährter Arbeitsgrundlagen. Desweiteren ist die Umschulung zum Bankkaufmann/frau, Bürokaufmann/frau oder Industriekaufmann/frau und anderen Bereichen möglich.
Weiterbildungen im Sinne von Fremdsprachenerwerb, Auslandsaufenthalt, berufliche Spezialisierung und Studium sind nur einige wenige Möglichkeiten seine Qualifikationen hochzuschrauben.
Besonderes Augenmerk ist auf die Bewerbung zu legen. Eine Bewerbungsvorlage veranschaulicht die eigenen Qualifikationen und Kenntnisse.

Stellenangebote:
Bei der Jobsuche sind verschiedene Internetportale, die Agentur für Arbeit oder private Arbeitsvermittlungen behilflich. Über Internetportale können jederzeit und vollkommen selbstständig Stellenangebote gesucht, gefiltert und abgespeichert werden. Arbeitsagentur und private Arbeitsvermittlungen ersparen die eingenhändige Jobsuche. Dass eine dieser Möglichkeiten den geeigneten Job findet ist sicher, denn deutschlandweit gibt es ausreichend offene Stellen für Einzelhandelskaufmänner und Einzelhandelsfrauen.



Durchschnitts Bruttolohn Einzelhandelskaufmann