Bankkaufmann & Bankkauffrau

Berufsbild und Aufgaben:
Die Aufgaben eines Bankkaufmann oder einer Bankkauffrau sind vielschichtiger als es den Eindruck erwecken könnte, wenn man an den freundlichen Bankmitarbeiter aus der Filiale in der Nähe denkt. Zwar entspricht das wohl herrschende Berufsbild vom Kundenberater immer noch dem originären Tätigkeitsfeld eines Bankkaufmann/einer Bankkauffrau, allerdings beherrschen Bankkaufleute nicht nur die komplexen Filialtätigkeiten, sondern sie erledigen auch abseits des Kundenverkehrs viele wichtige Arbeiten. Von der Bearbeitung der Wertpapierorder über die Einschätzung von Kreditengagements bis hin zum Auslandszahlungsverkehr beherrscht der gelernte Bänker seine Materie. Ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, persönlicher Integrität, Verschwiegenheit und Seriösität sind für das Arbeiten in der Branche unerlässlich.

Gehalt und Lohn:
Der Verdienst für einen Bankkaufmann/einer Bankkauffrau richtet sich nach der Eingruppierung in den Bankentarif. Dieser ist in insgesamt 9 Tarifgruppen unterteilt, die sich nach der Tätigkeit des Angestellten richten. So ist ein monatliches Einstiegsgehalt von 1.853 Euro brutto möglich. Bei kontinuierlicher Weiterbildung und Übernahme einer entsprechenden Tätigkeit kann der Lohn bis auf monatlich 4.092 Euro ansteigen. Hierbei entscheidet auch die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen über die Höhe des Lohn. Darüber hinaus ist es nicht unüblich, dass sich Vertriebsmitarbeiter durch die Erwirtschaftung von Abschlussprovisionen einen zusätzlichen Obolus zum Gehalt dazu verdienen können. Während der Ausbildungszeit ist die Vergütung vom 1. bis zum 3.Lehrjahr gestaffelt. Sie beginnt mit 750 Euro im 1. Lehrjahr, steigt dann auf 810 Euro und endet schließlich bei 869 Euro monatlichem Bruttoverdienst.

Ausbildung und Weiterbildung:
Vor Schulzeitende nutzen viele Schüler die Möglichkeit sich über diesen vielseitigen Beruf durch ein Praktikum zu informieren. In einigen reift dann der Entschluss heran diesen Beruf erlernen zu wollen. Da der Bankkaufmann/die Bankkauffrau hohen Anforderungen genügen muss, wird oftmals bereits bei der Bewerbung aussortiert, wer für den Beruf geeignet ist und wer nicht. Es empfiehlt sich daher für die Bewerbung eine professionelle Bewerbungsvorlage zu nutzen, damit die erste Hürde erfolgreich genommen werden kann. Aber auch wenn es nicht sofort mit einem Ausbildungsplatz funktioniert oder bereits ein anderer Beruf erlernt worden ist, sollte man nicht vorschnell aufgeben. Immer mehr Banken stellen auch Bürokaufleute, IT-Kaufleute oder ungelerntes Personal ein. Wer so einmal in dem Unternehmen Fuß gefasst hat, kann häufig über interne Lehrgänge eine Umschulung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau vornehmen. Nach erfolgreicher Bewerbung um einen Ausbildungsplatz beginnt die Ausbildung. Sie beträgt in der Regel 3 Jahre. Einige Institute bieten, meist für Abiturienten, auch verkürzte Ausbildungszeiten von 2,5 oder 2 Jahren an. Einige Monate werden Grundfertigkeiten in dem Ausbildungsbetrieb gesammelt, anschließend wird die Theorie an der Berufsschule im Blockunterricht vermittelt. Der Auszubildende durchläuft hierbei alle relevanten Abteilungen des Ausbildungsunternehmens. Nach bestandener Abschlussprüfung bieten sich dem Bänker weitere Möglichkeiten der Weiterbildung. So streben einige weiter um zunächst den Bankfachwirt zu erlangen. Anschließend kann die Qualifikation zum Bankbetriebswirt erworben werden.

Stellenangebote:
Obwohl durch die Bankenkrise einige Stellen abgebaut werden mussten, existieren noch reichlich Stellenangebote für Bankkaufleute. Auf Grund der hohen Filialdichte ist der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern weiterhin hoch. So gestaltet sich die Jobsuche als nicht allzu problematisch. Während einige Stellen häufig in der lokalen Presse ausgeschrieben werden, bietet auch das Internet eine gute Plattform sich einen Job zu sichern. Viele Banken schreiben hierbei ihre Stellenangebote direkt auf der Homepage aus. In gängigen Jobbörsen wird man ebenfalls häufig fündig.



Durchschnitts Bruttolohn Bankkaufmann